Mittwoch, 29. August 2012

Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt?


Ein Buch, mit dem man viel lachen kann, hat mein Mann mir geschenkt:"Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt?" von Katja Berlin und Peter Grünlich (München 2012). Das Buch erklärt die Welt in Grafiken und ich fühlte mich beim Lesen entweder ertappt ("stimmt - mache ich auch") oder erleichtert ("nicht nur mir geht es so"): 

  • Schon das Titelgebende Tortendiagramm "passt": Warten Sie oder nehmen Sie die Treppe, wenn der Aufzug nicht kommt? Oder drücken Sie - wie ich (und viele Andere auch) - ungeduldig mehrmals auf dem Knopf herum?
  • Wie sieht die Stärke Ihres Mobilnetzes zuhause aus? Haben Sie den besten Empfang im Arbeitszimmer, im Schlaf- oder Kinderzimmer? Oder wie die Autoren in ihrem Balkendiagramm aufzeigen draussen?
  • Die aufgezeigte Situation im Flugzeug kann ich gut nachvollziehen. Wenn ich z.B. zwischen den USA und Deutschland geflogen bin - natürlich auf dem Mittelsitz - sitzt auf der einen Seite neben mir am Fenster, einer, der dauernd raus will und auf der anderen Seite einer, der die ganze Zeit den Monitor an hat, so dass ich kein Auge zu tun kann, während er selig schläft. Vor mir in der Reihe sitzt die junge Mutter mit schreiendem Neugeborenen und unruhigem Dreijährigen und hinter mir die Reihe ist belegt von den 3 Freundinnen, die das erste Mal nach Europa reisen und sich 8 Stunden lang darauf freuen, was sie alles besichtigen können und sollten.

Falls Sie den Links schon gefolgt sind - man findet die Grafiken auch im Netz unter graphitti-blog.de. Gehen Sie doch dort mal stöbern. 

Ich gucke mich weiter in meinem Arbeitszimmer um und habe gerade auch eine Grafik-Idee ;-)

Freitag, 17. August 2012

Wegimpulse in Münster


Silke Nuthmann in Münster lernte ich auf einer virtuellen Messe von Gitte Haerter kennen. Diesen Sommer aktualisierte sie ihre Homepage, an der mir vieles gefällt und zwei Dinge besonders: 
  • Coaching-Spaziergänge z.B.: Sie wollen in der Mittagspause (oder nach dem Feierabend) mit einem Sparringspartner aktuelle Herausforderungen durchdenken. Dann können Sie im Sommer mit Silke Nuthmann spazieren gehen. Eine gute Idee, die ich selber viel zu wenig realisiere. Ich denke, man kann einfach nicht steckenbleiben in seinen Gedanken, wenn der Körper sich bewegt. 
  • In Ihren Blogs lernen Sie die Arbeitsweise von Silke Nuthmann kennen. In meiner Wahrnehmung ist sie ein sehr kreativer Mensch, der "schnell mal" ein schönes Arbeitsblatt entwirft, mit dem man/frau Klarheit in ihre Gedanken bringen kann. Sie stellt einige als Downloads zur Verfügung.
Also selbst wenn Sie nicht dort vor Ort in Westfalen einen Coach suchen, lohnt sich ein virtueller Besuch ;-)

Oder Sie nehmen den Telefonhörer in die Hand: Wenn ich eine "typische Handbewegung" von meiner Kollegin nennen sollte, dann fällt mir zuerst das telefonieren ein - und das hat sie in Form von TelefonCoaching professionalisiert.

Freitag, 13. Juli 2012

TrauerArbeit


Ich wusste nicht, dass sterben ein Prozess sein kann - bevor ich es in den letzten Monaten erlebte. Und ich weiss seitdem auch, dass trauern mit "daran arbeiten" verbunden sein kann. 

Mir hat am meisten dabei das Buch von Roland Kahlen (Hg) geholfen "In meiner Trauer wohnt die Liebe. Gedanken, die den Tod überwinden" (2010). Der Herausgeber hat kurze Texte zusammengetragen, in denen es um einen Selbst und den geliebten Anderen geht. Wunderbar zum lesen und vorlesen und ins Gespräch kommen: über Nähe, Abschied, Hoffnung uvm.

Jürgen Domians "Interview mit dem Tod" (2012) hat mich angeregt, mir den Tod lebendig vorzustellen: Ich konnte versuchen, einen Perspektivenwechsel vorzunehmen und meine Angst vor ihm aus seinem Blickwinkel betrachten. Nebenbei lernte ich den Autor und seine lebenslange Auseinandersetzung mit dem Thema und seine Erfahrungen mit dem Tod geliebter Angehöriger und Freunde kennen.

"Typisch amerikanisch" und damit meine ich "optimistisch" und "das Leben bejahend" las sich "Dienstags bei Morrie. Die Lehre eines Lebens" von Mitch Albom (2002). In den wöchentlichen Gesprächen mit seinem ehemaligen Professor diskutiert der Protagonist und Autor über Familie, Gefühle, Geld, Kultur uvm. - anregend, um auch mir selber bewusster zu werden zu diesen Themen.

Schon ganz lange in meinem Regal steht Elisabeth Kübler-Ross mit ihrem Buch "Über den Tod und das Leben danach" (1984). Ich finde es tröstend, wenn Sie schreibt "Der Tod ist ganz einfach das Heraustreten aus dem physischen Körper, und zwar in gleicher Weise wie ein Schmetterling aus seinem Konkon heraustritt".

Dienstag, 25. Oktober 2011

Strukturaufstellungen in Unternehmen

Seit Jahren "schleiche" ich um Aufstellungen im Organisationskontext herum. Gerne nehme ich das Buch von Matthias Varga von Kibéd zur Hand "Klare Sicht im Blindflug" (2010), um mir die Unterschiede von Strukturaufstellungen und dem Familien-stellen zu vergegenwärtigen.

Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd entwickelten die sog. “Systemischen Strukturaufstellungen (SySt®)”, um Systeme zu simulieren. Sie veröffentlichten zahlreiche grundlegende systemtheoretische Erkenntnisse, die die tägliche Arbeit in Beratungsprojekten sehr unterstützen können. Elisabeth Ferrari, eine Unternehmensberaterin, Wirtschaftswissenschaftlerin, Mathematikerin und Absolventin der SySt®-Ausbildung, hat diese Erkenntnisse in Beratungswissen transformiert.


Jetzt gönne ich mir endlich mal eine Weiterbildung dazu und bin vom ersten Wochenende noch ganz "beseelt": Das Tetralemma, das ich seit ca. 2005 kenne, stand u.a. im Fokus. Wenn man vor einer schwierigen Entscheidung steht oder in einem Konflikt steckt lohnt es sich, nicht nur "das Eine" und "das Andere" anzusehen. Vielleicht gibt es als dritte Position einen Kompromiss/ ein "Beides" - vielleicht geht es aber auch um gar nichts von dem bisher Angedachten und es lohnt sich die Beschäftigung mit der Position "Keines von Beidem".


In "Wege aus dem Dilemma". Das Syst-Tetralemma: Ein Beides finden" hat Elisabeth Ferrari 2011 das Schema und viele Fallbeispiele veröffentlicht. Ich wünsche viel Spass beim Lesen.

 

Montag, 8. August 2011

Rituale

Nach fünf Jahren in den USA als Gast ist die Zeit hier absehbar: Zum Jahreswechsel irgendwann wird es wieder ganz nach Deutschlang gehen.

Abschied-nehmen steht also an und ich denke wieder an das Konzept des Zwischenraums von Rainer Pieritz - ich schrieb bereits darüber. Ich besuche ausserdem bewusst Orte, die mir lieb geworden sind und überlege, welche alltäglichen Rituale ich wohl retten mag.

Zu Ritualen schrieb meine NetzwerkKollegin Sandra Wündrich ein Kapitel in dem Buch von Markus Schwemmle und Bernd Schmid (Hg) "Systemisch beraten und steuern live" (Göttingen 2009): "Die Bedeutung von Ritualen in der Beratung von Menschen und Organisationen". 

Ich kann ihr nur zustimmen in der Aussage, dass Rituale Stabilität im Alltag bieten und vor allem auch im Wandel genutzt werden können oder kontraproduktiv wirken. Haben Sie schonmal darüber nachgedacht

  • welche Veranstaltungen besser von Einsparungsbewegungen verschont bleiben?
  • wo Informationen fliessen ausserhalb der offiziellen Wege (z.B. in der Kaffeeküche oder am Aschenbecher)?
  • wie überraschend einberufene Gespräche und Sitzungen sich von strukturierten und geplanten Meetings in ihrer Effizienz unterscheiden?
  • wie neue Mitarbeiter begrüsst und langjährige verabschiedet und neue Führungskräfte eingesetzt werden?

Welche Ebene in Ihrer Organisation informiert wann über was am besten? Wie wurden bisher Ihre Mitarbeiter beteiligt. Was würden Aussenstehende über die Kultur in ihrem Unternehmen sagen?

Es gibt unzählige weitere Frage - ich freu mich auf einen Austausch mit Ihnen und Ihren Fragen.

Montag, 8. November 2010

Change it ...

"Change it, love it or leave it" - wer kennt dieses Zitat nicht?

Auf den sog. Berlin Change Days steht die Veränderung im Fokus. Das verlängerte Wochenende, meistens Anfang November, ist ein Netzwerktreffen für alle, die in der Begleitung und Gestaltung von Veränderungsprozessen arbeiten. Es gibt Vorträge und Workshops zu  unterschiedlichen Aspekten des Kernthemas: unkonventionelle Ansätze für die Begleitung des Wandels, neue Werkzeugen und Methoden. 

Ich war dieses Jahr dabei und war zusammen mit Christian Kemper Gastgeber in einem Workshop. Wir stellten die Theory U von Otto Scharmer kurz vor (ich schrieb bereits darüber) und boten den Teilnehmenden dann die Gelegenheit das "Journaling" selber auszuprobieren. Es kam ziemlich gut an. Falls Sie auf eine Veranstaltung dazu aufmerksam werden, kann ich Ihnen empfehlen zu überlegen, teilzunehmen.

Dienstag, 30. März 2010

üben zu zeichnen - eigentlich ganz einfach

Voller guter Vorsätze verliess ich die Toskana nach meinem Crashkurs zum visuellen Protokollieren. Und seitdem gibt es einige neue Bücher in meinem Regal - nur üben tue ich noch zu wenig ... dabei wäre es mit den Anleitungen eigentlich ganz einfach - vielleicht sind Sie ja besser als ich ;-)

Es gibt von Neuland in Koopertaion mit den Kommunikationslotsen sog. "bikablo": Das sind Ringbücher mit Symbolen zum nachmalen. Von Sprechblasen über Büroobjekte hin zu Tieren und Menschen - letztere auch mit unterschiedlichen Gestiken und in unterschiedlichen Situationen (in der Freizeit, im Meeting, mit- und gegeneinander). Ich habe jetzt:
  • bikablo. Das Trainerwörterbuch der Bildsprache. 2006
  • bikablo 2.0. Neue Bilder für Meeting, Training & Learning. 2009

Und dann kaufte ich noch, 2 Bücher, die mir empfohlen wurden und die auch eine Menge Zeichnungen und Symbole enthalten, aus denen ich mir einfach die aneignen kann, die ich in meinem Arbeitsalltag nutzen kann.
  • Nancy Margulies und Christine Valenza: Visual Thinking. Tools for Mapping your Ideas. 2005
  • Markus Wortmann: Visual Tools - visualisieren leicht gemacht. 2010
Ihnen viel Spass - falls Sie auch einsteigen zu üben.

Ich bin immer noch fleissig dabei, von Strichmännchen zu Personen zu kommen ...